Vom Austausch zur Wirkung: Förderung der psychischen Gesundheit von Studierenden an Hochschulen

Ein Erasmus+-Programm für Fachleute, die die studentische Betreuung in Europa aktiv mitgestalten.

Engage

Zusammen mit Fachleuten aus ganz Europa entwickeln, teilen und erproben Hochschulmitarbeitende innovative Strategien zur Förderung der studentischen mentalen Gesundheit. 

Empower

Dieses Erasmus+ Blended-Intensivprogramm verbindet interaktive Workshops, Gemeinschaftsprojekte und internationalen Austausch, um den Teilnehmenden praktische Tools und Einblicke zu vermitteln. Es umfasst einen zertifizierten Kurs für psychische Erste Hilfe (MHFA), der den Teilnehmenden das Wissen, die Fähigkeiten und das Selbstvertrauen vermittelt, die erforderlich sind, um Studierende und andere Teilnehmende dabei zu unterstützen, Personen mit psychischen Problemen oder in einer psychischen Krise Erste Hilfe zu leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft. 

Encurage

Über das Programm hinaus werden die Teilnehmenden Teil einer „Community of Impact“ und treiben den positiven Wandel in ihren Einrichtungen und Netzwerken weiter voran.

Über das Programm

Die psychische Gesundheit von Studierenden ist für Hochschulen in ganz Europa zu einem immer wichtigeren Thema geworden. Zunehmender akademischer Druck, soziale Herausforderungen und globale Unsicherheiten haben dazu beigetragen, dass der Bedarf an wirksamen Unterstützungsstrukturen innerhalb der Hochschulen stetig wächst.

Dieses Erasmus+ Blended-Intensive-Programm (BIP) bringt Mitarbeitende verschiedener europäischer Hochschulen zusammen, um Erfahrungen auszutauschen, Best Practices zu ermitteln und Strategien zur Förderung des studentischen Wohlbefindens zu entwickeln.

Das Programm richtet sich speziell an Fachleute, die eng mit Studierenden in Bereichen wie Studienberatung, Lehre und internationale Dienste zusammenarbeiten. In Vorträgen, Workshops und gemeinsamen Diskussionen werden die Teilnehmenden untersuchen, wie Hochschulen ihre institutionellen Ansätze zur psychischen Gesundheit von Studierenden stärken können.

Das Programm zielt zudem darauf ab, den internationalen Austausch zu fördern und die Zusammenarbeit zwischen Hochschulen zu stärken, die sich mit ähnlichen Herausforderungen befassen. Ein Rahmenprogramm bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, die wunderschöne Stadt Karlsruhe kennenzulernen und Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen zu knüpfen.

Wichtige Informationen

Programm Format: Erasmus+ Blended-Intensivprogramme (BIP)
Dauer: Eine Woche vor Ort + virtuell
Ort: Karlsruhe Institut für Technologie (KIT), Karlsruhe/Deutschland
Datum: 16. November 2026 -20. November 2026 (und wieder in 2027)
Sprache: English
Teilnehmende: Mitarbeiter der Partnerhochschulen des "Konsortiums zur Vernetzung von Hochschulen für Wissenschaft und Technologie in Bildung und Forschung" (CLUSTER). Die Teilnehmerzahl ist auf 15 begrenzt. Einige Teile des Programms stehen der Öffentlichkeit sowie anderen Partnerhochschulen offen.

Teilnahmegebühr: Die Kursgebühren werden von CLUSTER übernommen. Die Teilnehmenden werden gebeten, ihre Reise- und Unterbringungskosten aus den ERASMUS+-Mitteln für die Mobilität von Personal ihrer jeweiligen Einrichtung zu bestreiten. Bitte senden Sie Mobilitätsvereinbarungen und andere relevante ERASMUS+-Dokumente an staffmobility∂intl.kit.edu.

Ziele des Programms

Das Programm hat folgende Ziele:

► das Verständnis für die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Studierenden vertiefen,

► Erfahrungen und bewährte Verfahren auf institutioneller Ebene austauschen,

► Ansätze zur Prävention, frühzeitigen Unterstützung und Krisenbewältigung untersuchen,

► die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hochschulstellen sowie zwischen den Hochschulen stärken,

► den internationalen Dialog über die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Studierenden fördern.

Fröhliches, 4-seitig gezeichnetes Emoji-Smiley-Pad mit Händen auf hellgrünem Hintergrund; Textlogos Erasmus+, Student Mental Health.

Wer sollte am Programm teilnehmen? 

Anmeldungen von Partnerhochschulen des CLUSTER-Netzwerks werden vorrangig berücksichtigt. Dieses Programm richtet sich an Hochschulmitarbeitende, die direkt mit Studierenden arbeiten, darunter:

► Fachkräfte für Studienberatung

► wissenschaftliche Mitarbeitende und Dozierende

► Mitarbeitende der internationalen Büros

► Fachkräfte aus dem Bereich der Studienberatung

► Mitarbeitende, die an Initiativen zur psychischen Gesundheit und zum Wohlbefinden der Studierenden beteiligt sind

Die Teilnehmenden sollten ein fachliches Interesse an der Verbesserung der Unterstützungsangebote für die psychische Gesundheit von Studierenden haben.

Bitte beachten Sie: Personen, die derzeit unter schweren psychischen Problemen leiden, können oft nicht in vollem Umfang vom MHFA-Kurs profitieren.

Programm

Das Programm verbindet Fachvorträge, praktische Workshops und den gegenseitigen Austausch.

Vorläufiges Programm 2026
Tag 1 – Willkommen und Einführung 

► Lernen Sie sich kennen 

► Vortrag zum Thema psychische Gesundheit von Studierenden im Hochschulbereich

► Austausch institutioneller Perspektiven

Tag 2 – Die Bedürfnisse der Studierenden verstehen

► Bedürfnisorientiertes Handeln

► Best Practices von Partneruniversitäten

► Zusammenarbeit zwischen Beratungsstellen, Lehrkräften und internationalen Büros

Tag 3 und 4 – Schulung „Erste Hilfe für psychische Gesundheit“ (MHFA)
► Anzeichen und Symptome häufiger psychischer Probleme bei Erwachsenen
► Erkennung und Reaktion auf ein sich abzeichnendes oder sich verschlimmerndes psychisches Problem
► Verfügbare Behandlungsmöglichkeiten und Unterstützung
Der MHFA-Erste-Hilfe-Kurs vermittelt fundiertes Wissen rund um psychische Gesundheit, trägt zum Abbau von Stigmatisierung bei und stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, kompetent Erste Hilfe zu leisten. Zu Beginn lernen die Teilnehmenden die wichtigsten Grundlagen zu psychischen Störungen kennen. Darauf aufbauend werden konkrete Erste-Hilfe-Maßnahmen bei auftretenden psychischen Problemen sowie in akuten Krisensituationen vermittelt. Durch praxisnahe Übungen werden diese Handlungsschritte vertieft und sicher angewendet.
MHFA ist ein international anerkanntes, evidenzbasiertes und akkreditiertes Schulungsprogramm (The MHFA Program - Mental Health First Aid International)

Tag 5 – Rückblick und Ausblick

► Gruppenarbeit und Austausch

► Entwicklung von Ideen für verbesserte institutionelle Ansätze

► Präsentation der Gruppenergebnisse

► Diskussion über künftige Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von CLUSTER und darüber hinaus

Aufbau einer wirkungsvollen Gemeinschaft in CLUSTER und darüber hinaus

Wir legen großen Wert darauf, ein nachhaltiges Netzwerk von Fachpersonen aufzubauen, die auch nach Abschluss des BIP weiterhin Ideen austauschen und zusammenarbeiten.

Die Teilnehmenden werden dazu ermutigt, eine „Community of Impact“ zu bilden, die auch über die Dauer des Programms hinaus aktiv bleibt. Ziel ist es, die Teilnehmenden dabei zu unterstützen, die während des BIP gewonnenen Erkenntnisse und Ansätze in ihre eigenen Institutionen und beruflichen Netzwerke einzubringen.

Durch den Kontakt und den Erfahrungsaustausch können die Teilnehmenden weiterhin:

  • Bewährte Verfahren und institutionelle Ansätze austauschen
  • Sich gegenseitig bei der Umsetzung neuer Ideen und Initiativen unterstützen
  • Die Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und innerhalb des CLUSTER stärken
  • Dazu beitragen, das Thema psychische Gesundheit von Studierenden innerhalb ihrer Einrichtungen und Netzwerke voranzubringen

Auf diese Weise zielt das Programm nicht nur darauf ab, den Teilnehmenden eine bereichernde Lernerfahrung zu bieten, sondern auch eine nachhaltige Wirkung an den teilnehmenden Hochschulen und darüber hinaus zu erzielen.

Für CLUSTER ist die Förderung der psychischen Gesundheit der Studierenden nicht nur eine Frage des individuellen Wohlbefindens, sondern auch der institutionellen Exzellenz und der sozialen Verantwortung seiner Mitglieder. Wenn es Studierenden psychisch und emotional gut geht, sind sie eher in der Lage, akademische Erfolge zu erzielen, sich in Forschung und Innovation zu engagieren und einen positiven Beitrag zu ihren Lerngemeinschaften zu leisten. Durch die Entwicklung von gemeinsamem Wissen, bewährten Verfahren und kooperativen Strategien über die Institutionen hinweg können die CLUSTER-Partner einen einheitlichen und nachhaltigen Ansatz zur studentischen Betreuung schaffen. Dies fördert zudem eine Kultur der Offenheit, Empathie und Zusammenarbeit zwischen den CLUSTER-Hochschulen. Damit bekräftigt das Netzwerk sein Engagement für inklusive, fürsorgliche und resiliente Hochschulsysteme, die jeden Studierenden befähigen, zu lernen, sich zu entwickeln und sich zu entfalten.

Partnerinstitutionen

Das Programm wird in Zusammenarbeit mit den CLUSTER-Partnerhochschulen organisiert. Zu den teilnehmenden Einrichtungen gehören:

KTH

KU Leuven

ZI Mannheim

Das Programm zielt darauf ab, die internationale Zusammenarbeit bei der Bewältigung von Herausforderungen im Bereich der psychischen Gesundheit von Studierenden zu stärken.

Erasmus+ Blended-Intensivprogramm

Blended-Intensive-Programme (BIPs) sind kurzfristige Erasmus+-Mobilitätsprogramme, die virtuelle Zusammenarbeit mit einem kurzen Mobilitätsaufenthalt vor Ort verbinden. Sie bieten Mitarbeitenden und Studierenden verschiedener Hochschulen die Möglichkeit, gemeinsam an gemeinsamen Herausforderungen zu arbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln.

Praktische Informationen

Unterkunft: Informationen zur Unterkunft werden den ausgewählten Teilnehmenden sowie auf dieser Website zur Verfügung gestellt.
Reisen: Die Teilnehmenden erhalten Hinweise zur Reiseplanung.
Finanzierung: Möglicherweise stehen im Rahmen der Erasmus+-Programme zur Mobilität von Personal an der Heimathochschule Fördermittel für Mobilitätsmaßnahmen zur Verfügung.

Veranstaltungsabsage: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) behält sich das Recht vor, die Veranstaltung aus Gründen, die außerhalb seiner Kontrolle liegen (z. B. unzureichende Teilnehmerzahl, kurzfristige Nichtverfügbarkeit der Räumlichkeiten, der Referenten oder anderer Dienstleistungen sowie höhere Gewalt), zu verschieben oder abzusagen. Die Teilnehmenden werden hierüber unter Verwendung der im Anmeldeformular angegebenen Kontaktdaten benachrichtigt. In diesem Fall erstattet das KIT keine im Vorfeld der Veranstaltung entstandenen Kosten. Im Falle einer unvorhergesehenen Absage von Referenten behält sich das KIT das Recht vor, die Veranstaltung abzusagen, den Termin zu verschieben oder andere Referenten einzusetzen.

Kontakt

   Zwei Hände halten eine lilafarbene, lachende Emoji-Gesichtscheibe vor grünem Hintergrund.Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

   Programmkoordination
   Erasmus+ BIP Team

   staffmobility∂intl.kit.edu