Delegationsreise des KIT nach Kanada: Ausbau strategischer Partnerschaften
Vom 15. bis 20. März 2026 reiste unter der Leitung von Professor Dr. Thomas Hirth, Vizepräsident für Transfer und Internationales, eine rund 20-köpfige Delegation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des KIT nach Kanada, um bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Partnerschaften mit führenden kanadischen Institutionen zu erschließen.
Als erste Station der Reise besuchte die Delegation die McGill University in Montreal, wo Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern des Engineering Departments stattfanden. Im Fokus standen Zukunftsthemen wie Energie, Gesundheitstechnologien, Künstliche Intelligenz sowie Entrepreneurship und Start-up-Ökosysteme. Am Nachmittag besuchte die Delegation das KI-Institut Mila, um gemeinsame Forschungsansätze im Bereich Künstliche Intelligenz auszuloten.
Bei einem zweitägigen Besuch an der University of Waterloo, einem langjährigen Partner des KIT, stand der Ausbau gemeinsamer Aktivitäten in Forschung und Lehre im Mittelpunkt. In Round-Table-Gesprächen und Workshops wurden mögliche Kooperationen in den Bereichen nachhaltige Mobilität, Robotik, Medizintechnik, Energie sowie Mensch-Technologie-Interaktion diskutiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung von Wissenschaft und Start-up-Kultur, unter anderem beim Besuch des universitären Inkubators Velocity. Beim Treffen zwischen Professor Thomas Hirth und Charmaine Dean, Vice-President Research & International, wurde die Intensivierung der strategischen Partnerschaft zwischen dem KIT und der University of Waterloo erörtert und ein neues Studierendenaustauschabkommen unterzeichnet.
Die Reise führte weiter zur Western University nach London (Ontario). Ziel war es, bestehende Kooperationen zu vertiefen und neue Potenziale zu identifizieren. Neben Fachpräsentationen und Projektgesprächen standen auch Besuche zentraler Forschungsinfrastrukturen auf dem Programm, darunter der Advanced Manufacturing Park mit den Einrichtungen FIP-Composites und WindEEE, wobei WindEEE als weltweit einzigartige Anlage zur Simulation extremer Windbedingungen gilt.
Im Gespräch zwischen Professor Dr. Thomas Hirth und Alan Shepard, President der Western University, ging es um strategische Perspektiven der Zusammenarbeit sowie um die Erfahrungen der Western University im Bereich Drittmittelakquise und Stiftungsfinanzierung.
Am letzten Tag der Reise reiste die Delegation nach Toronto und traf sich dort mit Yvonne Denz, Präsidentin und CEO der Deutschen Industrie- und Handelskammer sowie Generalkonsulin Anne Wagner-Mitchell. Dabei informierte sich die Delegation über den Stand der deutsch-kanadischen wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bezieungen sowie aktuelle Entwicklungen in der kanadischen Universitäts- und Forschungslandschaft.
Im Austausch mit dem Netzwerk der Vizepräsidentinnen und -präsidenten der kanadischen Universitäten erhielt die Delegation weitere Einblicke in strategische Entwicklungen und Kooperationsinteressen kanadischer Hochschulen. Ein Gegenbesuch des Netzwerks in Deutschland ist für Mai 2026 geplant und unterstreicht das starke Interesse an einer Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern. Weitere Stationen an dem Tag waren der Innovation Hub von SEW-Eurodrive sowie die University of Toronto mit dem Vector Institute als führendem Zentrum für Künstliche Intelligenz.
Zusätzlich zu diesem zentralen Rahmenprogramm reisten Vertreterinnen und Vertreter des KIT auch individuell zu ihren jeweiligen Kooperationspartnern, darunter beispielsweise die Queen's University in Kingston oder die University of Toronto.
Die Reise verdeutlichte das große Potenzial für eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen dem KIT und kanadischen Partnern – insbesondere in Zukunftsfeldern wie Künstliche Intelligenz, Energie, Gesundheitstechnologien, nachhaltige Mobilität sowie Entrepreneurship. Ein weiterer zentraler Baustein ist der Ausbau des Studierendenaustauschs in Kombination mit industrienahen Praktika. Dabei steht insbesondere die Verknüpfung von Austauschformaten mit industrienahen Forschungspraktika im Mittelpunkt, um Deutschland für kanadische Studierende noch attraktiver zu machen. Diese und weitere Aktivitäten können durch die Beteiligung an den Horizon-Programmen der EU, Programme des KIT wie International Excellence Grants oder Future Mobility Grants of ICM sowie Initiativen wie Mitacs und das Ontario–Baden-Württemberg-Programm unterstützt werden.
