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EPICUR

Der europäische Hochschulverbund EPICUR (European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions) erhält von der Europäischen Kommission bis 2022 eine Förderung in Höhe von fünf Millionen Euro.

Ziel ist, eine attraktive, innovative europäische Universität für eine neue Generation von Studierenden in Europa zu schaffen. Dazu gehört langfristig auch der Aufbau des Bachelor-Studiengangs „Europäischer Bachelor of Liberal Arts and Sciences", den mehrere EPICUR-Universitäten in englischer Sprache anbieten werden.

Die acht Hochschulpartner in der EPICUR-Allianz sind die Adam-Mickiewicz-Universität in Posen (Polen), die Universität Amsterdam (Niederlande), die Aristoteles-Universität in Thessaloniki (Griechenland), die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Deutschland), die Universität des Oberelsass (Frankreich), das Karlsruher Institut für Technologie, KIT (Deutschland), die Universität für Bodenkultur, Wien (Österreich) und die Universität Straßburg (Frankreich).

Ebenfalls von der Europäischen Kommission gefördert wird das Projekt „EPICUR-Research“, welches das Wissensviereck aus Lehre, Innovation, Forschung, und Interaktion mit der Gesellschaft in den Fokus nimmt.

Lehre

Im Bereich der Lehre werden die Etablierung von Blended-Learning-Konzepten und der Aufbau des Studienganges „Liberal Arts and Sciences“ die Aufgaben einer klassischen Universität auf europäischer Ebene weiterentwickeln.

Innovative Blended-Learning-Formate, bei denen Präsenz- und Onlinelehrveranstaltungen eine Einheit bilden, helfen dabei, sich von traditionell ausgeprägter physischer Mobilität oder alleiniger virtueller Lehre zu lösen.

Ein weiteres langfristiges Ziel ist die Einführung eines gemeinsamen vierjährigen “European University Bachelor in Liberal Arts and Sciences”, bei dem Studierende jedes Semester an einem anderen EPICUR Campus verbringen werden, und während des Programmes digital verbunden bleiben.

Innovation

EPICUR ist bestrebt, die Regionen seiner acht Mitgliedsuniversitäten durch ein gemeinsames Innovations- und Start-up-System nachhaltig miteinander zu verknüpfen. Die Förderung gemeinsamen unternehmerischen Denkens sowie die Schaffung eines Regionen übergreifenden Unternehmens- Ökosystems stehen dabei im Mittelpunkt der Aktivitäten.

Die Stärke dieses Zusammenschlusses liegt in der Diversität der regionalen Partnernetzwerke und im zukünftigen Austausch zwischen diesen Netzwerken.

Forschung

In der Forschung wird eine Analyse der Forschungsstärken der einzelnen EPICUR Universitäten dabei helfen, potenzielle Synergien zu identifizieren und zu nutzen. Dadurch werden neue gemeinsame Forschungsfelder identifiziert, welche zur Überwindung der großen gesellschaftlichen Herausforderungen wichtige Beiträge leisten sollen. Besonderes Augenmerk liegt dabei dabei der Nachhaltigkeitswende vor dem Hintergrund des europäischen Green Deal und der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, auf einer qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung der europäischen Bevölkerung sowie auf disruptiven Technologien und dem Umgang mit der Digitalisierung. Diese Themenfelder werden als Schwerpunkte zukünftiger gemeinsamer Forschung in interdisziplinären EPIChallenges adressiert und bearbeitet.

Interaktion mit der Gesellschaft

Die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in EPICUR und der Austausch mit unterschiedlichen Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschaft sollen neue Impulse für die Arbeit der europäischen Universitätspartner setzen. Durch die Kommunikation von Forschungsergebnissen und den Dialog mit den Regionen können die Forschenden die Bedürfnisse von Zivilgesellschaft, Unternehmen, Behörden, Verbänden oder NGOs bereits vorab aufnehmen und in ihr Forschungsdesign einbeziehen.

Studierende sollen des Weiteren bereits während ihres Studiums die Gelegenheit erhalten, wertvolle Praxiserfahrung zu sammeln.  EPICUR unterstützt die Studierenden dabei, Praktika bei gesellschaftlichen und kulturellen Einrichtungen ebenso wie Unternehmen zu absolvieren.

 

Das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium General (ZAK) am KIT, als Koordinator des deutschen Netzwerkes der Anna Lindh Stiftung, ermöglicht den Zugang zu Netzwerken von Zivilgesellschaftsorganisationen in Europa und den südlichen und östlichen Nachbarländern.

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