TECHgrow in Kenya: Von der Problemstellung zum Prototyp – in einer Woche

Im Juni fand im Rahmen von TECH4Transition das TECHgrow Retreat in Lukenya, Kenia, statt. Eine Woche, in der aus realen Problemen funktionsfähige Prototypen wurden – und aus einer bunt gemischten Gruppe junger Talente drei Teams, die jetzt in die Inkubation gehen.
Warum wir dieses Jahr früher angesetzt haben
Aus den vorherigen Durchläufen haben wir eine klare Lektion mitgenommen: Die größte Hürde für junge Innovator:innen ist selten die Idee oder der Pitch – sondern die technische Umsetzung. Genau da haben wir gemeinsam mit der GIZ dieses Jahr angesetzt.
Statt mit fertigen Ideen zu starten, haben wir motivierte Talente realen Problemen gegenübergestellt, die von lokalen Marktexpert:innen beschrieben wurden. Mit Design-Thinking-Methoden und der Unterstützung von technischen wie marktseitigen Expert:innen iterierten die Teams anschließend mögliche Lösungen – konsequent von beiden Seiten gedacht: technisch machbar und marktseitig tragfähig.
Das Retreat brachte einen starken Mix aus Studierenden, Recent Graduates und Young Professionals zusammen. Nach intensivem Prototyping und den finalen Pitches haben sich drei Teams durchgesetzt.
Die drei Gewinnerteams
HaptiQ – ein Wearable für gehörlose Menschen. Es erfasst die Umgebung über Sensoren, erkennt dank Edge-KI relevante Ereignisse und gibt sie über personalisierbares haptisches Feedback an die Träger:innen weiter.
MEDX – eine intelligente Überwachungslösung für den Medikamententransport. Sie verhindert Wirkungsverluste durch unsachgemäße Lagerung und macht den aktuellen Zustand der Medikamente für alle Stakeholder transparent.
OxyTrack – eine smarte Monitoring-Lösung für Krankenhäuser. Sie trackt die Füllstände zentraler Sauerstoffspeicher und den Verbrauch einzelner Stationen – für eine kostengünstige und rechtzeitige Beschaffung.
Wie es weitergeht
Alle drei Teams gehen jetzt in eine dreimonatige Inkubationsphase, in der sie ihre Prototypen weiterentwickeln. Anfang September pitchen sie beim Final Event in Nairobi vor unseren Partnern und Investoren.
Danke
Möglich gemacht haben das Retreat Prof. Wilhelm Stork, Markus Lehner und Janik Weis vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV), Moritz Fonda Ludwig von der GIZ sowie unsere Coaches und Tech-Expert:innen vor Ort: Derrick Lubanga, Dr. Hilda Muteshi, Lysanne van der Voort, Dr. Pamella Kageliza Kilavi, Jared Nganyi und Walter Ouma.
Ein großer Dank geht ebenso an unsere Partner – die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), die Strathmore University, @iBizAfrica und Bosch – für die starke Zusammenarbeit.
Wir sind gespannt, wohin die Reise dieser Teams führt.