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Grundlegende Informationen über die Voraussetzungen zur Erteilung von Visa

 

Auf der Website des Auswärtigen Amtes findet sich eine Liste aller deutschen Auslandsvertretungen. Die Liste lässt sich außerdem auch als PDF-Datei herunterladen.

 

Für die folgenden Staaten besteht keine Visumspflicht zur Einreise nach Deutschland

 

Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), von Lichtenstein, Island, Norwegen und der Schweiz benötigen kein Visum zur Einreise nach Deutschland. Alle notwendigen Schritte, die im Falle einer Arbeitsaufnahme innerhalb Deutschlands erforderlich sind, können auch nach der Einreise vorgenommen werden.

 

Für die folgenden Staaten besteht keine Visumspflicht zur Einreise nach Deutschland, allerdings ist nach der Einreise die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis erforderlich

 

Staatsangehörige Australiens, Kanadas, Israels, Japans, Neuseelands, der Republik Korea und der USA benötigen kein Visum zur Einreise nach Deutschland. Für Aufenthalte, die länger als drei Monate dauern, ist jedoch die Beantragung einer Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Die erforderlichen Schritte zur Beantragung der Aufenthaltserlaubnis werden wir mit Ihnen nach Ihrer Einreise erörtern.

 

Das Schengen-Visum

 

Falls Sie Staatsangehöriger eines Nicht-EU-Staates sind und ihr beabsichtigter Aufenthalt in Deutschland 90 Tage nicht übersteigt, ist ein sogenanntes Schengenvisum für einen Aufenthalt in Deutschland (C-Visum) ausreichend. Das Schengenvisum berechtigt innerhalb seiner jeweiligen Gültigkeitsdauer zum Aufenthalt in allen Unterzeichnerstaaten des Schengener Abkommens. Die Unterzeichnerstaaten des Schengener Abkommens sind Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Ungarn, Island, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, die Slowakische Republik, Slowenien, Spanien, Schweden und die Schweiz. Bitte geben Sie bei der Beantragung des Schengenvisums `Forschung´ oder `wissenschaftlicher Aufenthalt´ als Aufenthaltsgrund an. Beachten Sie, dass eine Verlängerung des Schengenvisums nicht möglich ist. Spätestens zum Ende der maximalen Gültigkeitsdauer von 90 Tagen müssen Sie Deutschland daher wieder verlassen. Bei der Beantragung des Schengenvisums müssen Sie regelmäßig nachweisen, dass Sie über ausreichende finanzielle Mittel verfügen, um Ihren Aufenthalt zu bestreiten. Außerdem muss eine Reisekrankenversicherung vorliegen, die eventuell entstehende Krankheitskosten in Höhe von mindestens 30.000 Euro übernimmt.

Staatsangehörige mancher Staaten benötigen kein Visum, sofern Ihr Aufenthalt drei Monate nicht übersteigt. Näheres erfahren Sie auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

 

Visum der Kategorie `D´ für Aufenthalte über drei Monate

 

Sofern Sie einen Aufenthalt in Deutschland von mehr als drei Monaten beabsichtigen, ist die Beantragung eines nationalen Visums erforderlich (D-Visum). Dies gilt regelmäßig auch für diejenigen Personen, die sich bereits in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten. Das D-Visum berechtigt seinen Inhaber zur Ein- und Durchreise in bzw. im Schengengebiet, um nach Deutschland zu gelangen. Darüber hinaus sind mit dem D-Visum auch touristische Aufenthalte in allen Unterzeichnerstaaten des Schengener Abkommens gestattet.

Um ein D-Visum zu erhalten, ist regelmäßig die Vorlage folgender Dokumente erforderlich:

  • Reisepass, gültig für die gesamte Dauer Ihres Aufenthaltes
  • Einladungsschreiben, Aufnahmevereinbarung, Stipendiumsnachweis, Arbeitsvertrag oder alternativ ein Nachweis, der belegt, dass Sie in der Lage sind, Ihren Aufenthalt finanziell zu bestreiten
  • Ausreichender Krankenversicherungsschutz
  • Details zur geplanten Unterkunft in Deutschland
  • Heirats-, Geburtsurkunden Ihrer Familienangehörigen
  • Ausgefülltes Antragsformular

 

Spezielle Verfahrensvorschriften für wissenschaftliche Aufenthalte

 

Während des Visumsverfahrens ist die deutsche Auslandsvertretung gesetzlich verpflichtet, vor einer Visumserteilung die Zustimmung derjenigen Ausländerbehörde einzuholen, in deren Zuständigkeitsbereich der Antragsteller sich voraussichtlich aufhalten wird. Dies gilt insbesondere für diejenigen ausländischen Antragsteller, die sich für einen längeren Zeitraum als drei Monate in Deutschland aufhalten werden und hier die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beabsichtigen.

 

Wissenschaftliche Aufenthalte sind von diesem Verfahren jedoch ausgenommen. In diesen Fällen ist die deutsche Auslandsvertretung berechtigt, die Erteilung des Visums in eigener Zuständigkeit vorzunehmen, wodurch das Verfahren in nicht unerheblicher Weise beschleunigt wird. Unglücklicherweise kann es jedoch vorkommen, dass die deutschen Auslandsvertretungen den Ausahmeregelungen für wissenschaftliche Aufenthalte nicht genügend Beachtung schenken. Daher empfehlen wir, die deutschen Auslandsvertretungen in diesen Fällen bei der Visumsbeantragung explizit darauf hinzuweisen, dass es gemäß § 34 Aufenthaltsverordnung nicht erforderlich ist, die vorherige Zustimmung der lokalen Ausländerbehörden einzuholen. Falls Sie zusätzliche Unterstützung benötigen, zögern Sie nicht, dass IScO zu kontaktieren.