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Bedingungen des Ehegatten- und Familiennachzuges

Sofern Sie sich für eine längere Zeit in Deutschland aufhalten, möchten Sie sicher auch von Ihrem Ehepartner und Ihren Kindern begleitet werden. Für Angehörige eines Mitgliedsstaates der Europäischen Union (EU) bzw. des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) stellt dies kein Problem dar, da für diesen Personenkreis regelmäßig Freizügigkeit herrscht.

Falls die Sie begleitenden Familienmitglieder oder Ehepartner nicht Staatsangehörige eines der Mitgliedstaaten der EU oder der EWR sind, ist für diese Familienmitglieder ein Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis erforderlich, sofern der beabsichtigte Aufenthalt drei Monate übersteigt. Allerdings können Sie davon ausgehen, dass derartige Fälle von den deutschen Behörden eher unbürokratisch gehandhabt werden.

Nach deutscher Rechtslage muss bei Ausländerinnen und Ausländern grundsätzlich gewährleistet sein, dass ausreichend finanzielle Mittel zur Versorgung der Familie zur Verfügung stehen, dass eine angemessene Unterkunft (mindestens 13m² pro Person) vorhanden ist und alle Familienmitglieder über einen hinreichenden Krankenversicherungsschutz verfügen. Im Regelfall müssen miteinreisende oder nachziehende Ehepartner und Kinder ein Visum zur Familienzusammenführung beantragen, sofern sie nicht Angehörige eines Staates sind, der von der Visumspflicht ausgenommen ist. Nach Ankunft in Deutschland muss dann innerhalb der ersten drei Monate des Aufenthaltes für diese Familienmitglieder eine reguläre Aufenthaltserlaubnis beantragt werden.

Falls Sie beabsichtigen, Ihren Ehepartner zu einem späteren Zeitpunkt nach Deutschland nachreisen zu lassen, sollten Sie beachten, dass bei Ihrem Ehepartner Volljährigkeit vorliegt und die Eheschließung vor Ihrem Umzug nach Deutschland stattgefunden hat. Andernfalls müssen sie mit einer längeren Wartezeit vor Erteilung des Visums an ihren Ehepartner rechnen. Nach gegenwärtiger Rechtslage muss sich der nachziehende Ehepartner zumindest in einfacher Weise in deutscher Sprache verständigen können, um ein Visum zum Ehegattennachzug zu erhalten. Dies trifft jedoch nicht auf Ehepartner von solchen Wissenschaftlern zu, die im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis nach §§ 19 – 21 bzw. § 38 a Aufenthaltsgesetz sind oder wenn der Ehepartner nachweist, im Besitz eines Hochschulabschlusses zu sein. Im letzteren Fall wird dann davon ausgegangen, dass beim nachziehenden Ehepartner ein erkennbar geringer Integrationsbedarf besteht und insofern keine deutschen Sprachkenntnisse vorliegen müssen.

Bedingungen des Ehegatten- und Familiennachzuges